BMW hat sein weltberühmtes Logo still und leise aktualisiert und dabei kleinere Änderungen vorgenommen, die den meisten Beobachtern wahrscheinlich entgehen werden. Die Neugestaltung, die beim Elektro-SUV BMW iX3 2027 erstmals vorgestellt wurde, spiegelt die umfassendere Entwicklung der Marke hin zu einer minimalistischen Ästhetik mit der kommenden Designsprache „Neue Klasse“ wider.
Die Änderungen erklärt
Die Änderungen sind bewusst, aber subtil. Der auffälligste Unterschied besteht darin, dass der innere Chromring entfernt wurde und die äußere schwarze Einfassung jetzt matt statt glänzend ist. Diese Änderungen sind so unauffällig, dass sie vom Durchschnittsverbraucher wahrscheinlich unbemerkt bleiben würden. Die Kernelemente – der schwarze Ring um die blau-weißen Quadranten, die die bayerische Flagge darstellen – bleiben unverändert.
Warum das wichtig ist: Markenidentität ist für Automobilhersteller von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Luxusmarken wie BMW. Ein Logo ist eines der Elemente mit dem höchsten Wiedererkennungswert, und selbst geringfügige Änderungen können auf umfassendere Designänderungen hinweisen. Die Subtilität hier deutet darauf hin, dass BMW eher auf Verfeinerung als auf radikale Veränderungen abzielt.
Ein Jahrhundert des Brandings
Das Logo von BMW hat tiefe historische Wurzeln und geht auf die Anfänge des Unternehmens im Flugzeugmotorenbau in den frühen 1920er Jahren zurück. Zunächst zeigte es einen Pferdekopf in einem kreisförmigen Rahmen, was den frühen Fokus des Unternehmens auf die Luftfahrt widerspiegelte. Die blau-weißen Quadranten wurden später übernommen, inspiriert von der bayerischen Flagge und dem Wappen der Wittelsbacher-Dynastie – einer Linie, die bis ins Bayern des 10. Jahrhunderts zurückreicht.
Häufiges Missverständnis: Entgegen der landläufigen Meinung stellen die blau-weißen Quadranten keinen Flugzeugpropeller dar. Das Design ist heraldischen Ursprungs und hat nichts mit der Luftfahrt zu tun.
Designentwicklung und zukünftige Ausrichtung
Der Designansatz von BMW schwankte im Laufe der Jahre, wobei einige neuere Modelle, wie der aktuelle M3, wegen ihres aggressiven Designs kritisiert wurden. Es wird erwartet, dass die Neue-Klasse-Plattform eine raffiniertere Ära für die Marke einläutet. Die Logo-Aktualisierung passt zu diesem Wandel und zeigt ein Bekenntnis zu dezenter Eleganz. Das M Performance-Emblem soll ebenfalls aktualisiert werden, allerdings dürfte es ebenso dezent ausfallen.
Mit Blick auf die Zukunft: Die Änderung des Logos ist Teil einer größeren strategischen Maßnahme. BMW setzt darauf, dass weniger mehr ist – ein raffinierter Ansatz, der bei Luxuskäufern Anklang finden könnte, die anspruchsvolles Design statt auffälligem Branding suchen.
Letztendlich ist die Logo-Aktualisierung ein kalkulierter Schritt in der Entwicklung von BMW. Das Unternehmen ist sich bewusst, dass seine Markenidentität tief in der Automobilkultur verankert ist und dass alle Änderungen mit Vorsicht angegangen werden müssen. Das Ergebnis ist eine Auffrischung, die die Tradition bewahrt und gleichzeitig eine neue Designrichtung andeutet.
