Die Polizei von Victoria hat eine weitere Fahrzeugdiebstahlaktion aufgelöst und vier Personen festgenommen, die angeblich für den Diebstahl von über 20 Autos in ganz Melbourne verantwortlich sind. Der Ring zielte auf stark nachgefragte Fahrzeuge, darunter Ford Rangers, Toyota HiLuxes und einen maßgeschneiderten Holden Caprice, und nutzte dabei eine ausgeklügelte Methode zur Umgehung von Fahrzeugsicherheitssystemen.
Steigender Trend zum technologiegestützten Autodiebstahl
Die Diebstähle verdeutlichen einen besorgniserregenden Trend: Diebe nutzen zunehmend „Schlüsselumprogrammierungsgeräte von Drittanbietern“**, um über den CAN-Bus-Anschluss auf Autos zuzugreifen. Dadurch können sie Alarme und Ortungssysteme deaktivieren und die vollständige Kontrolle über das Fahrzeug erlangen. Die Methode spiegelt eine ähnliche Operation wider, die Ende 2025 aufgedeckt wurde und bei der Diebe versuchten, gestohlene Toyotas aus Victoria und Queensland zu exportieren, was zu Festnahmen in Queensland führte.
Diese Taktik unterstreicht die Notwendigkeit für Automobilhersteller, ihre Sicherheitsmaßnahmen schnell anzupassen. Moderne Fahrzeuge sind zwar praktisch, aber anfällig für technisch versierte Kriminelle.
Die Operation: Razzien und geborgene Fahrzeuge
Bei Razzien der Polizei in Sunbury und Wildwood wurden zehn gestohlene Fahrzeuge sowie gestohlene Nummernschilder, bei den Diebstählen verwendete Werkzeuge (darunter ein Fensterbrecher und elektronische Geräte), Bargeld, Drogen und sogar ein Bobcat-Bagger sichergestellt. Gegen die mutmaßlichen Rädelsführer, zwei Männer aus Sunbury im Alter von 34 und 35 Jahren, werden 60 Anklagen erhoben, darunter Einbruch, Diebstahl, rücksichtslose Gefährdung und Verstoß gegen Kautionsauflagen. Zwei weitere Männer aus Wildwood wurden ebenfalls wegen des Umgangs mit gestohlenen Waren angeklagt.
Polizeiratschläge: So schützen Sie Ihr Fahrzeug
Die Behörden fordern Autofahrer auf, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Zu den Empfehlungen gehören die Verwendung eines OBD-Schloss, um unbefugten Zugriff über den CAN-Bus-Anschluss zu verhindern, das Parken abseits der Straße und das ständige Abschließen von Fahrzeugen, auch zu Hause. Detective Acting Senior Sergeant Joe Hartwig betonte, dass die Leichtigkeit, mit der Autos jetzt gestohlen werden können, proaktive Sicherheitsmaßnahmen erfordert.
Der Fall zeigt, wie sich die organisierte Kriminalität an neue Technologien anpasst und Schwachstellen in der modernen Fahrzeugsicherheit ausnutzt. Diese jüngste Razzia unterstreicht den anhaltenden Kampf zwischen den Strafverfolgungsbehörden und immer raffinierteren Autodiebstahlringen.
