England und Wales verzeichneten im Jahr 2024 eine Rekordzahl von 2,5 Millionen Autofahrern, denen Geldstrafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung auferlegt wurden, so neue Daten des Innenministeriums. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der vergleichbaren Aufzeichnungen im Jahr 2011 und deutet auf einen besorgniserregenden Trend zunehmender Verkehrsverstöße hin.
Geschwindigkeitsübertretungen dominieren den Anstieg
Die überwiegende Mehrheit – 86 % – der fast drei Millionen Feststrafenbescheide (FPNs) betraf Geschwindigkeitsüberschreitungen, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aber auch andere Verkehrsdelikte nahmen stark zu, insgesamt wurden fast 400.000 Straftaten verhängt. Dazu gehören Verstöße wie das Ignorieren von Verkehrsschildern, das Nichtvorlassen von Fußgängern, unvorsichtiges Fahren sowie Probleme mit Führerscheinen, Versicherungen oder Fahrzeugunterlagen.
Weitere Verstöße nehmen zu
Weitere bemerkenswerte Verstöße sind:
- Über 44.000 Sicherheitsgurtverstöße
- Mehr als 40.000 Autofahrer wurden dabei erwischt, wie sie während der Fahrt Mobiltelefone benutzten
Diese Zahlen deuten auf ein breiteres Muster riskanten Verhaltens am Steuer hin, das sich nicht nur auf Geschwindigkeitsüberschreitungen beschränkt.
Durchsetzung und Strafen
Etwas mehr als die Hälfte aller Verstöße führten dazu, dass den Fahrern Schulungen angeboten wurden. 37 % führten zu Bußgeldern und potenziellen Strafpunkten für Lizenzen, während die restlichen 12 % zu Gerichtsverfahren eskalierten.
Alkohol-Fahrtests
Die Polizei führte in ganz England und Wales über 167.000 Atemtests durch. Im Dezember fanden die meisten Tests statt: Über 25.000 wurden während der jährlichen Kampagne gegen Alkohol am Steuer durchgeführt. Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Tests führten immer noch 15 % zu positiven Ergebnissen oder Ablehnungen der Teilnahme.
fordert neue Verkehrssicherheitsmaßnahmen
IAM Roadsmart, eine führende Organisation für Verkehrssicherheit, hat auf die Daten mit einem Aufruf zu „neuem Denken“ reagiert, um den Trend umzukehren. William Porter, Manager für Politik und öffentliche Angelegenheiten, gab an, dass täglich über 6.800 Menschen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt werden, was eine weitverbreitete Missachtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zeigt und Leben gefährdet. Die Organisation betont die Notwendigkeit einer strengeren Durchsetzung, einer verbesserten Aufklärung und einer Konzentration auf die Änderung des Fahrerverhaltens, bevor gefährliche Gewohnheiten zur Normalität werden.
Der Anstieg von Geschwindigkeitsüberschreitungen und damit verbundenen Verkehrsverstößen unterstreicht die Dringlichkeit, der Verkehrssicherheit Priorität einzuräumen. Ohne entschlossene Maßnahmen wird sich dieser Trend wahrscheinlich fortsetzen und das Risiko von Unfällen und Todesfällen auf den Straßen von England und Wales weiter erhöhen.
