Audi Q3: Ein detaillierter Fahrbericht

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Der Audi Q3 positioniert sich als Kompakt-SUV und weist mit knapp über 1,6 Tonnen eines der leichtesten Leergewichte seiner Klasse auf. Ob die Motorisierung jedoch ein angemessen erstklassiges Fahrerlebnis bietet, ist fraglich. Der Basis-1,5-Liter-Turbobenzinmotor leistet 148 PS und 184 lb-ft Drehmoment, was für den Stadtverkehr ausreichend ist, bei stärkerer Belastung jedoch an seine Grenzen stößt.

Leistungs- und Antriebsstrangbeschränkungen

Der Motor läuft bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen geschmeidig, gepaart mit einer gut getakteten Doppelkupplungsautomatik. Bei Geschwindigkeiten über 80 km/h fühlt sich die Beschleunigung jedoch mühsam an und das Getriebe zögert beim Herunterschalten leicht.

Leistungsdaten verraten es: 0–60 Meilen pro Stunde in 9,4 Sekunden und 30–70 Meilen pro Stunde in 8,9 Sekunden. Das ist etwas schneller als der Volkswagen Tiguan 2024, aber langsamer als der Mazda CX-30 e-SkyActiv G Mild-Hybrid, der eine bessere Beschleunigung zu einem niedrigeren Preis bietet. Auch das Getriebe des Q3 zeigt ein merkwürdiges Verhalten, indem es manuelle Schaltwippen bei voller Leistung außer Kraft setzt – eine Funktion, die Fahrer, die die volle Kontrolle anstreben, frustrieren kann.

Motoroptionen und Kompromisse

Audi bietet alternative Motorisierungen an:

  • 2,0-Liter „EA888“ : Erhältlich in den Varianten 201 PS und 261 PS, beide gepaart mit Quattro-Allradantrieb. Die leistungsstärkere Version fühlt sich leistungsfähig an, während die leistungsschwächere Version ungünstig zwischen den Leistungsstufen angesiedelt ist.
  • 2,0-Liter-TDI-Diesel : Dieser Motor ist ein Grundnahrungsmittel des Volkswagen-Konzerns und trotz seines guten Drehmoments und seines leisen Betriebs im dritten Quartal unterrepräsentiert.
  • PHEV (Plug-in-Hybrid) : Die Kombination aus einem 1,5-Liter-Turbobenzinmotor und einer 19,7-kWh-Batterie liefert 269 PS und eine elektrische Reichweite von bis zu 70 Meilen. Trotz Macken wie schwammiger Bremse und verzögerter Gasannahme sorgt es für einen reibungslosen Übergang zwischen Elektro- und Benzinantrieb.

Fahrqualität und Handling

Aktuelle Audi-Modelle, darunter der Q3, tendieren zu strafferen Fahrwerksabstimmungen, auch solche, die als „Komfort“ vermarktet werden. Die Standardfederung des Q3 fühlt sich auf britischen Straßen empfindlich an und überträgt Unebenheiten, anstatt sie zu absorbieren. Dies führt zu einem hölzernen Fahrgefühl bei höheren Geschwindigkeiten und einem unruhigen Fahrgefühl auf Landstraßen, während es auf glatten Oberflächen ruhiger bleibt.

Allerdings ist die Geräuschdämmung in der Kabine hervorragend und beträgt 61 dBA bei 80 km/h – besser als der Klassendurchschnitt von 64–65 dBA. Das Handling ist gleichmäßig und reaktionsschnell, es widersteht dem Wanken der Karosserie und ermöglicht eine präzise Lenkung mit nur 2,1 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag.

Der Q3 vereint eine verbesserte Geräuschkulisse mit einer etwas beeinträchtigten Fahrqualität, was ihn zu einem kompetenten, aber nicht besonders ansprechenden Fahrerlebnis macht.

Der Audi Q3 bietet ein funktionales, wenn auch nicht aufregendes Fahrerlebnis. Die Innenausstattung ist zwar bemerkenswert, die Fahrqualität und die Einschränkungen des Antriebsstrangs hindern ihn jedoch daran, die Premium-Erwartungen seines Logos vollständig zu erfüllen.

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