Autohersteller auf der ganzen Welt nutzen China schon seit langem für die Produktion, doch in Australien ist derzeit ein bedeutender Wandel im Gange, wobei japanische und koreanische Marken stark auf chinesische Fertigung setzen, um die lokale Nachfrage zu befriedigen. Dieser Trend, der mit dem Volkswagen Polo Classic 2004 begann, hat sich in den letzten Jahren beschleunigt, da Marken wie Tesla, BMW, Volvo und Polestar begonnen haben, Modelle aus chinesischen Fabriken zu beziehen.
Der Aufstieg chinesischer Fahrzeuge
Im Jahr 2023 übertrafen die in China hergestellten Fahrzeuge die in Thailand hergestellten Fahrzeuge im Verkaufsvolumen in Australien, was China nach Japan zur zweitgrößten Produktionsquelle für Neuwagen machte. Diese Verschiebung wird durch Kostenvorteile und die Verfügbarkeit der Produktion von Rechtslenkern, insbesondere für Elektrofahrzeuge (EVs), vorangetrieben. Der EV5 von Kia und der Elexio von Hyundai, beide aus China, bieten niedrigere Grundpreise als ihre in Korea gebauten Pendants, was sie zu attraktiven Optionen für australische Verbraucher macht.
Der Elexio, der hauptsächlich für den chinesischen Markt entwickelt wurde, füllt eine Lücke im Hyundai-Angebot zwischen dem Kona Electric und dem Ioniq 5. Der EV5 von Kia hat sich bereits als beliebt erwiesen und wurde letztes Jahr zum viertbestverkauften Elektrofahrzeug in Australien.
Japanische Marken folgen diesem Beispiel
Auch japanische Autohersteller, darunter Mazda und Nissan, wenden sich bei der Produktion zunehmend an China. Mazda, das im Bereich der Elektrofahrzeuge hinterherhinkt, nutzt sein Joint Venture mit Changan (Deepal), um neue Elektromodelle wie den 6e Liftback und den CX-6e Crossover zu exportieren. Diese Fahrzeuge werden Lücken im Angebot von Mazda schließen, abgekündigte Verbrennermodelle ersetzen und elektrische Alternativen zu bestehenden SUVs bieten.
Im Gegensatz zu früheren Neumarken verwenden diese neuen Mazdas chinesische Plattformen und Antriebsstränge, was eine stärkere Integration der chinesischen Fertigung in ihre globale Strategie signalisiert. Der 6e soll mit dem Tesla Model 3 konkurrieren, während der CX-6e in das hart umkämpfte Segment der mittelgroßen SUV vordringen wird.
Nissans Expansion in PHEVs
Auch Nissan schließt sich diesem Trend an und plant die Einführung des Frontier Pro, eines Plug-in-Hybridautos, das von seinem chinesischen Joint-Venture-Partner Dongfeng entwickelt wurde. Dies wird Nissans erstes PHEV-Modell weltweit und das erste elektrifizierte Fahrzeug sein und damit in einen Markt eintreten, in dem BYDs Shark 6 bereits Erfolge erzielt hat.
Der Frontier Pro wurde von Dongfeng entwickelt und basiert auf dem Z9. Er soll mit anderen Plug-in-Hybridfahrzeugen von Ford, GWM, Chery und JAC konkurrieren.
Warum das wichtig ist
Die zunehmende Abhängigkeit von der chinesischen Fertigung auf dem australischen Automobilmarkt hat Auswirkungen auf Lieferketten, Preise und Verbraucherentscheidungen. Wenn immer mehr Marken diese Strategie übernehmen, könnte dies zu niedrigeren Fahrzeugkosten führen, wirft aber auch Fragen zur Qualitätskontrolle und zu geopolitischen Abhängigkeiten auf. Die Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend wider, dass globale Automobilhersteller Effizienz und Marktzugang gegenüber traditionellen Fertigungstreuen priorisieren.
Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung der chinesischen Automobilindustrie als wichtiger Akteur auf dem Weltmarkt, der die Zukunft der Automobilproduktion und des Automobilvertriebs prägt.





















