Mercedes-Benz bereitet die Elektrifizierung seines beliebten Schrägheckmodells der A-Klasse vor, um sicherzustellen, dass das Modell auf einem sich schnell verändernden Automobilmarkt wettbewerbsfähig bleibt. Die nächste Generation, die für 2029 erwartet wird, wird die modulare MMA-Plattform des Unternehmens nutzen und sowohl vollelektrische als auch Hybridkonfigurationen ermöglichen.
Produktionsverlagerung und Plattformflexibilität
Die aktuelle A-Klasse-Produktion wird 2024 nach Kecskemet, Ungarn, verlagert und verlängert ihre Lebensdauer bis 2028. Durch diese Verlagerung wird das Werk Rastatt in Deutschland frei, um das neue CLA-Modell zu bauen. Laut Robert Lesnik, Exterieur-Designdirektor von Mercedes, ist die MMA-Plattform flexibel genug, um zukünftige Änderungen mit minimalen Überarbeitungen der Produktionslinie zu berücksichtigen.
„Die MMA-Plattform ist flexibel, was großartig ist, denn in Zukunft müssen wir unsere Meinung schneller ändern als jetzt.“
Diese Anpassungsfähigkeit ist von entscheidender Bedeutung, da Automobilhersteller sich mit den sich verändernden Vorschriften und Verbraucherpräferenzen auseinandersetzen müssen.
Elektrische A-Klasse: Ein fünftes Modell auf MMA
Ursprünglich für vier Kompaktmodelle geplant – CLA, CLA Shooting Brake, GLA und GLB – will Mercedes nun als fünfte eine vollelektrische A-Klasse hinzufügen. Diese Entscheidung positioniert die A-Klasse als direkte Konkurrenz zu kommenden Elektrokonkurrenten wie dem Audi A3 e-tron.
Designrichtung: Stilvoll, nicht Retro
Trotz Spekulationen über eine Rückkehr zum aufrechten, nach vorne gerichteten Design der ursprünglichen A-Klasse wird Mercedes ein stilvolleres, nach hinten gerichtetes Profil beibehalten. Die elektrische A-Klasse wird die längere Motorhaube und die traditionelle Silhouette des CLA teilen und die umstrittene Stromlinienform der Elektrolimousinen EQE und EQS vermeiden.
Antriebsstrangoptionen: Elektro und Hybrid
Die MMA-Plattform wird sowohl den vollelektrischen Antriebsstrang des CLA als auch ein Hybridaggregat unterstützen, das die strengeren Abgasnormen Euro 7 erfüllen soll, die ab 2027 in Kraft treten sollen. Mercedes verzichtet auf die Submarke „EQ“ für Elektromodelle und setzt stattdessen auf Namenskonventionen wie „Electric CLA“ und „Electric GLC“.
Der Name A-Klasse wird für die Elektroversion beibehalten, passend zu dieser umfassenderen Markenveränderung. Der Übergang zum Elektroantrieb ist ein strategischer Schritt von Mercedes-Benz, um seine Präsenz im Premium-Fließhecksegment aufrechtzuerhalten und sich an die unvermeidliche Elektrifizierung der Automobilindustrie anzupassen.





















