Das neue Fuel Finder-Programm des Vereinigten Königreichs ist heute in Kraft getreten und verpflichtet alle Tankstellen, Preisänderungen innerhalb von 30 Minuten zu melden. Diese Initiative, die ursprünglich im Jahr 2023 ins Leben gerufen wurde, soll Verbrauchern aktuelle Preisinformationen zur Verfügung stellen und Autofahrern potenziell schätzungsweise 40 £ pro Jahr einsparen.
So funktioniert das Schema
Kraftstoffhändler müssen nun ihre Tankstellen registrieren und Preisdaten in Echtzeit an das Fuel Finder-Portal der Regierung übermitteln. Bisher war die Datenübermittlung freiwillig, nun ist sie verpflichtend. Verbraucher können über die Website des Ministeriums für Energiesicherheit und Netto-Null direkt auf diese Rohdaten zugreifen. Die meisten werden jedoch wahrscheinlich Apps von Drittanbietern wie PetrolPrices und FuelGenie nutzen, die direkte Daten vom Regierungsprogramm erhalten.
Politischer Kontext
Die Einführung des Fuel Finder-Programms ist bemerkenswert, da es erstmals unter der konservativen Regierung vorgeschlagen, aber von der Labour-Regierung von Keir Starmer umgesetzt wurde. Dies unterstreicht einen seltenen Bereich politischer Kontinuität über politische Gräben hinweg. Energieminister Martin McCluskey, Abgeordneter, versichert, dass das Programm „den Wettbewerb verstärken wird und dazu führen wird, dass berufstätige Familien an der Zapfsäule etwa 40 Pfund pro Jahr sparen“.
Wird es tatsächlich funktionieren?
Der RAC unterstützt die Initiative und nennt sie „den Beginn der Reise zu günstigeren Kraftstoffpreisen“. Ein aktueller Bericht der Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) zeigt jedoch, dass die Margen der Einzelhändler weiterhin historisch hoch sind, obwohl die Verbraucherkosten auf den niedrigsten Stand seit 2021 (131,91 Pence pro Liter) gesunken sind. Die CMA wies Behauptungen zurück, dass höhere Margen durch höhere Gemeinkosten gerechtfertigt seien.
Die Wirksamkeit von Fuel Finder hängt davon ab, ob eine erhöhte Preistransparenz die Einzelhändler zu Gewinneinbußen zwingt oder ob sie trotz des Bewusstseins der Verbraucher weiterhin hohe Margen aufrechterhalten. Auch geopolitische Faktoren wie die Spannungen mit dem Iran könnten Preisrückgänge schnell zunichte machen und nachhaltige Einsparungen unsicher machen.
Trotz der Skepsis gegenüber langfristigen Auswirkungen stellt das Fuel Finder-Programm einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Preistransparenz auf dem britischen Kraftstoffmarkt dar. Ob dies zu dauerhaften Einsparungen für die Verbraucher führt, bleibt abzuwarten.





















