Porsche hat einen bedeutenden Führungswechsel in seiner Designabteilung angekündigt: Tobias Sühlmann, ehemals McLaren, wird am 1. Februar 2026 die Leitung der Designabteilung übernehmen und Michael Mauer ersetzen, der das Team seit über zwei Jahrzehnten leitet.
Eine Wachablösung
Sühlmann bringt umfassende Erfahrung von McLaren mit, wo er das Design von Modellen wie dem 750S und dem Artura Spider betreute. Zuvor arbeitete er auch bei Aston Martin und Volkswagen (einschließlich Bugatti und Bentley), was ihm ein breites Portfolio im Hochleistungsautomobildesign verschaffte.
Dieser Übergang markiert einen Wendepunkt für die Designausrichtung von Porsche. Mauer, der 2004 zu Porsche kam, war maßgeblich an der Gestaltung des Erscheinungsbilds moderner Porsche-Fahrzeuge beteiligt – darunter mehrere Generationen des legendären 911, des Boxster und des Cayman sowie der Einführung von Modellen wie Panamera, Macan, Taycan und 918 Spyder. Sein Weggang ist bemerkenswert, weil Designführer nach so langer Amtszeit selten die Marke wechseln.
Branchentrend: Design-Leadership-Umsatz
Mauers Ausstieg ist Teil eines umfassenderen Trends in der Automobilindustrie: Andere prominente Designer haben kürzlich Schlüsselpositionen verlassen. Gorden Wagener von Mercedes-Benz trat Ende 2025 nach fast 30 Jahren zurück, und Jaguar Land Rover soll Gerry McGovern entlassen haben (obwohl das Unternehmen dies später bestritt).
Warum das wichtig ist: Der Weggang dieser erfahrenen Designer deutet darauf hin, dass die Automobilhersteller ihre Designstrategien überdenken. Ganz gleich, ob es darum geht, eine neue Ästhetik anzunehmen, die Elektrifizierung voranzutreiben oder auf den veränderten Geschmack der Verbraucher zu reagieren, diese Schritte signalisieren, dass Design zu einem noch wichtigeren Wettbewerbsfaktor wird.
Porsches zukünftige Designrichtung
Porsche-Chef Michael Leiters betonte, Mauer habe „eine Ära im Unternehmen geprägt“ und Sühlmann werde „das Profil von Porsche schärfen“. Mauer selbst erklärte, angesichts der strategischen Neuausrichtung der Marke sei „ein guter Zeitpunkt gekommen, neue Perspektiven einzubringen“.
Sühlmanns Erfahrung im Design von Sport- und Supersportwagen passt zur Kernidentität von Porsche. Seine Ernennung deutet darauf hin, dass die Marke ihren Fokus auf leistungsorientierte Ästhetik beibehalten und möglicherweise radikalere oder innovativere Designsprachen erkunden will.
Fazit: Die Ernennung von Tobias Sühlmann zum neuen Designchef von Porsche signalisiert einen Wandel in der kreativen Führung. Dieser Schritt bestätigt zusammen mit breiteren Branchentrends, dass die Automobilhersteller ihre Designstrategien aktiv umgestalten, um den Anforderungen eines sich schnell entwickelnden Marktes gerecht zu werden.





















