Der Krieg ist nicht eingedämmt.
Die Straße von Hormus ist verstopft und die globalen Automobilhersteller verlieren dadurch Geld. Toyota ist das jüngste Opfer und teilt seinen Zulieferern mit, dass es rund 83.000 Einheiten aus seinem Produktionsplan für Übersee streichen muss. Ab jetzt bis November. Das ist eine Menge Metall, das noch auf dem Spiel steht.
Die Nachricht erreichte die Versorgungsbasis Mitte der Woche. Schuld daran sind die steigenden Kraftstoffkosten. Schuld daran ist die schwindende Nachfrage im Nahen Osten. Beides ist wahr. Und welches Modell trifft es am härtesten?
Der Toyota RAV4.
Es ist offensichtlich nicht allein. Die Kürzungen betreffen auch die gesamte Palette der Mehrzweckfahrzeuge von Innovative International. Sie kennen diese Lastwagen. Der Hilux. Der Fortuner. Sogar der neue Land Cruiser FJ muss einen Schlag einstecken. Dies gilt auch für die Modelle Probox und Corolla Touring.
Toyota hat intern schnell reagiert, bevor es dies öffentlich gemacht hat. In Japan wurde die Produktion bereits um 40.000 Fahrzeuge reduziert, die im März und April in den Nahen Osten geliefert werden sollten. Dann kamen die Unterbrechungen. Das Tsutsumi-Werk in Aichi stand diesen Monat zwei Tage lang still am Fließband. Gifu Auto Body hat einen ganzen Tag lang eine Warteschlange unterbrochen.
Toyota liefert normalerweise jedes Jahr eine halbe Million bis 600.000 Autos in die Region. Takanori Azuma sagt, dass fast die Hälfte dieses Volumens jetzt gefährdet sei.
Hier sind wir also. Die Gewinne sinken.
Letzten Monat prognostizierte das Unternehmen, dass es für die kombinierten Marken Toyota und Lexus immer noch die 10-Millionen-Einheitsmarke erreichen würde. Ein bescheidener Sprung von 1 %. Aber das Endergebnis blutet aus. Der konsolidierte Nettogewinn wird voraussichtlich um 22 % auf 3 Billionen Yen sinken. Oder etwa 18,8 Milliarden US-Dollar, wenn die Wechselkurse stabil bleiben.
Der Warnhinweis ist klar. Wenn der Nahe Osten weiter brennt und das Öl teuer bleibt. Es wird noch schlimmer werden. Nicht besser.
Werden sie sich schnell genug anpassen?
Die Geschichte besagt, dass Hersteller sich verbiegen können, aber selten vollständig brechen. Trotzdem. Zuzusehen, wie der RAV4 als Kollateralschaden in einem geopolitischen Streit gestrichen wird, fühlt sich falsch an. Fast absurd. Wir wollten günstige und zuverlässige Frequenzweichen. Stattdessen herrschte geopolitische Unsicherheit.





















